Best Pratise Vorgehensmodelle für Ihr Projekt

ANIGMA unterstützt mit Best practise Lösungen und Erfahrung um das passende Projekt-Vorgehensmodell zu erstellen.

Vorgehensmodelle können klassische Modelle, Methoden wie z.B. CMMI, SPICE, Rational Unified Process (RUP), V-Modell (XT), ISO 9001 sowie agile Methoden und Modelle wie z.B. Scrum, Kanban, Extreme Programming sein.

zum Thema Agil noch ein paar Anmerkungen (Quelle: https://www.openpm.info/display/openPM/Agiles+PM ) :

  • Agil wird oft mit Scrum verwechselt – Scrum ist eine Produktionssteuerung der 1. Generation – funktioniert wenn der WIP (Work in Progress) unter Kontrolle ist und erzielt dann tolle Erfolge!
  • Kanban ist der nächste Schritt und eine Produktionssteuerung der 2. Generation. Funktioniert oft besser als Scrum, weil es noch einfacher und robuster ist.
  • Es gibt aber schon Produktionssteuerungen der 3. Generation! Das sind die Drum-Buffer-Rope Steuerungen. Noch flexibler noch weniger Bestand und noch schneller – aber ein bisschen anspruchsvoller.
  • Alle drei oben genannten Steuerung sind im Kern „PRODUKTIONS“-Steuerungen und damit nur geeignet, wenn man die Aufgabe vor der man steht in (viele) unabhängige, kleine Teile zerlegen kann. Auch muss man in Kauf nehmen, dass einzelne Teile oft lange rumliegen (z.B. in Backlogs)
  • Produktionssteuerungen sind vom Wesen her agil – dafür muss man halt alles klein hacken und damit ist ihr Einsatzbereich begrenzt.

Immer dann wenn man nicht kleinhacken kann und viele Abhängigkeiten hat und eigentlich, damit es schnell geht, nichts rumliegen lassen kann – sondern immer arbeiten muss – dann ist man eigentlich erst in der PROJEKT-Welt. Man kann die agilen Frameworks auf Projekte nicht einfach übertragen (man muss ein bisschen tiefer schürfen).

  • klassisches Projektmanagement mit der ganzen Detailplanung und Methoden und Prozessen funktioniert nur selten. Gerade im Multiprojektmanagement wird der Work-In-Progress nicht richtig begrenzt, und das ganze Thema Schätzungen funktioniert häufig überhaupt nicht. Mehr Details und Disziplin helfen da aber gar nix.
  • Ein Lösung bietet die Methode Critical Chain. Da muss man sich reindenken – bricht mit vielen Traditionen (passt daher gut zu OpenPM). Es gibt viele Unternehmen die Critical Chain bereits praktizieren – und plötzlich fließt alles, wird agil und flexibel u.s.w.

Wenn man es geschickt anstellt, können beide Welten miteinander verknüpft werden. Jeder gute Projektmanager macht das in seinen Best Practises in irgend einer Form schon. Hier ein grober Blueprint wie es gehen könnte:

  • Damit man mit Scrum was im Projektmanagement anfangen kann muss es zuverlässig werden. Dazu muss man Sprints zu Releases zusammen fassen können und dieses Release mit einem Puffer absichern (-> Reliable Scrum)
  • Damit Projektmanagement funktioniert sollte man den WIP unter Kontrolle bringen und auch mit Puffern arbeiten (-> Critical Chain)
  • In größeren Projekten kann Projektmanagement mit Scrum kombiniert werden en z.B. mit der Konzeptionsphase nach Critical Chain oder Teilprojekte mit reliable Scrum und andere mit Critical Chain

Sicher haben Sie sich auch schon gewundert, was kurz vor Schluss in jedem großen Projekt passiert? In der Integrationsphase – wo alle Teilprojekte zusammen kommen! Plötzlich tauchen Bugs/Fehler/Probleme auf die gar nicht planbar sind. Diese sind oft klein (muss man gar nicht mehr kleinhacken) und liegen rum (es vergeht immer Zeit zwischen erkennen, beheben, testen und integrieren) > das ist echte Produktion und damit prädestiniert für Kanban oder DBR

Das wird die Zukunft im Projektmanagement für größere Projekte sein: Alle drei Steuerungen (Scrum/reliable Scrum, Critical Chain und Kanban/DBR) je nach Projektphase und Teilprojekt verwenden.